Sonja Mühlemann

Journalistin und Filmschaffende

Filmschaffen

Es sind die vermeintlich kleinen Geschichten und Momente, die meine Neugier wecken und mich inspirieren - und so richtet sich mein Augenmerk auf das Sonderbare im Reichtum der Details. Denn dort, wenn überhaupt, scheint die Unfassbarkeit des Alltags am fassbarsten.

Ich bin davon überzeugt, dass man mehr lernt, wenn man zusieht statt mitspielt. Dieses Dabeisein und die Teilhabe am Leben anderer Menschen empfinde ich als grosses Geschenk, welches ich als Regisseurin mit Respekt und Achtsamkeit annehme. Mit einer solidarischen, aber nicht unkritischen Haltung, will ich den Protagonisten begegnen. Nähe und Distanz gleichzeitig zu wahren, das ist die Herausforderung.

Die Kamera soll sich dabei unaufdringlich ins Geschehen einfügen, mit ihm organisch werden. Sie dokumentiert, ihrer Anwesenheit bewusst, mit respektvoller Selbstverständlichkeit.

Hat sie Raum und Zeit, sucht sie nach Nebensächlichem, Vorbeiziehendem, eben jenem beiläufigen Detail, dem scheinbar Unwichtigen: Nach Bildern von augenblicklichem Interesse mit dem Duft des Flüchtigen. Nach der Poesie des Alltags.

Filmpreis für den Gyrischachen

Filmschaffen

Im Oktober 2016 wurde "Gyrischachen - von Sünden, Sofas und Cervelats" mit dem Filmpreis des Kantons Bern ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr!

Filmpreis für den Gyrischachen

Kino-Dokumentarfilm "Gyrischachen - von Sünden, Sofas und Cervelats"

Filmschaffen

Der Gyrischachen mit seinen grauen Wänden, den scharfen Kanten und kulturellen Vielfalt fasziniert mich seit mehr als einem Jahrzehnt. Ich finde dort ein Stück Alltags-Poesie und Inspiration durch die Begegnungen mit den BewohnerInnen. Diese Gefühle wollte ich mit dem Film einem grösseren Publikum vermitteln. Im Frühling/Sommer wurde "Gyrischachen - von Sünden, Sofas und Cervelats" in den Schweizer Kinos gezeigt.

Regie, Buch, Idee: Sonja Mühlemann
Schnitt: Katharina Bhend
Kamera: Patrick Bürge
Ton: Balthasar Jucker, Olivier JeanRichard, Simon Graf
Produzent: Biograph Film, Norbert Wiedmer
Musik: Christian Brantschen, Klaus Gesing
Sounddesign & Mischung: Balthasar Jucker, Peter von Siebenthal
Postproduktion, Untertitelung, Teaser-Schnitt: Trinipix
Grafik: Lockedesign, Simon Häberli

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